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Dr. Thomas Winkler

Dr. Thomas Winkler

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie

Vorbeugende Massnahmen bei Reflux

Veröffentlicht am 13. März 2014

Bei Patienten ohne Zwerchfellbruch und keinen pathologisch erhöhten Symptomen gibt es in der einschlägigen Fachliteratur keine Empfehlungen. Bei Patienten mit bestehender Refluxerkrankung stehen eine Reihe von Tipps zur Anpassung des life styles zur Verfügung, um Reflux auf natürliche Art und Weise so gering wie möglich zu halten. Hier spielt auch die Ernährung eine entscheidende Rolle. Bei regelmäßigen oder stärkeren Beschwerden empfehle ich eine frühzeitige Abklärung, um einen Ausgangspunkt zu haben, den man nach stattgehabter Therapie zum Vergleich bei einer Kontrolluntersuchung heranziehen und somit den Erfolg einer Therapie dokumentieren kann. Genaues Überdenken der eingeschlagenen Therapie mit Evaluation der Wirkung und Nebenwirkung ist regelmäßig notwendig.

Ziel ist es die Therapie individuell maßgeschneidert anzupassen, um einen möglichst guten Behandlungserfolg – idealer Weise ohne oder mit geringen Nebenwirkungen zu erzielen und damit die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Bitte kontaktieren Sie mich für ein ausführliches Beratungsgespräch.

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Chanche auf Heilung des Reflux

Veröffentlicht am 13. März 2014

Die symptomatische Therapie mit Protonenpumpenhemmern zusammen mit einer life style Anpassung ist im Anfangsstadium sehr effizient. Der Erfolg hängt nicht nur vom Ausmaß der Erkrankung ab, sondern auch von der Zusammensetzung des Reflux. Rein saurer Reflux spricht deutlich besser auf die medikamentöse Therapie an als gemischter oder alkalischer Gallereflux. Mit dieser Therapie kann man zwar den Reflux nicht abdrehen, aber das Refluat im Fall von Säurereflux weniger aggressiv und damit weniger spürbar machen. In den meisten Fällen ist eine Dosissteigerung der Medikamente im Laufe der Zeit notwendig, um die Symptome ausreichend unter Kontrolle zu halten.

Eine echte Heilung ist medikamentös nicht möglich, da der Zwerchfellbruch als Ursache für eine Refluxerkrankung medikamentös nicht beseitigt werden kann.

Eine echte Heilung kann nur durch eine Rekonstruktion des Ventils zwischen Magen und Speiseröhre bzw. durch Verschluss des Zwerchfellbruchs erfolgen. Hier ist die Fundoplikatio jene Methode, die die besten Langzeitergebnisse aufweist und sich der höchsten Zufriedenheitsrate unter allen Therapiemodalitäten mit über 90% erfreut.

Sowohl die 360 Grad Manschette, als auch die 270 Grad Manschette erzielen annähernd eine äquivalente Antirefluxkontrolle bei gleichzeitig sehr geringer Komplikationsrate. Die häufigste ist die Dysphagie – die Schluckstörung. Diese tritt in 4% der Fälle auf und kann medikamentös gut unter Kontrolle gehalten werden. Eine Re-operation muss lt. Literatur nur in 0,9% der Fälle vorgenommen werden. Am allerwichtigsten ist die postoperative Qualitätskontrolle mit einer Impedanzmessung, um festzustellen, wie effizient die Fundoplikatio den Reflux behandelt hat. Insbesondere bei der Barrettmetaplasie hat dieser Wert einen gewissen prädiktiven Faktor bzgl. etwaiger Progression in ein Ösophaguskarzinom. Mit anderen Worten ist der DeMeester oder Composite Score nach der Operation weit im physiologischen Bereich, kann man davon ausgehen, dass der Barrett zumindest stabil bleibt und im Idealfall besser wird oder gar verschwindet. Bei einer Messung, die einen deutlichen Residualreflux zeigt, kann es möglicher Weise sogar zu einer Progression kommen.

Reflux kann geheilt werden. Ich gebe Ihnen sehr gerne eine ausführliche Beratung über Ihr persönliches Risiko und über Therapiemodalitäten.

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Therapie des Reflux

Veröffentlicht am 13. März 2014

Prinzipiell gibt es konservative, meist symptomatische Therapien wie Änderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung und Maßnahmen, die den Druck im Bauchraum möglichst gering halten und unter Zuhilfenahme der Schwerkraft den Reflux herabsetzen, bzw. Medikamente, die die Säureproduktion im Magen hemmen und somit zumindest einen Teil des Refluxes behandeln. Der Reflux selbst bleibt. Der saure Anteil des Refluxes wird aber weniger aggressiv und somit nicht mehr bzw. weniger stark vom Patienten bemerkt. Die einzige kausale Therapie der Refluxerkrankung mit guten Langzeitergebnissen stellt die operative Behandlung des Zwerchfellbruchs mit einer Rekonstruktion des “Ventils” zwischen Magen und Speiseröhre durch eine sog. Fundoplikatio dar. Diese Operation wird heutzutage fast ausschließlich minimal invasiv, laparoskopisch vorgenommen. Hier werden alle Refluxformen eliminiert und der natürliche Verschlußmechanismus wiederhergestellt. Durch die Operation werden auch potentielle Nebenwirkungen, die bei der medikamentösen Therapie auftreten können vermieden. Andere Therapieformen haben sich nicht etabliert oder wurden auf Grund schlechter Mittel- und Langzeitergebnisse wieder verlassen. Das Linx® System ist neu. Hier wird ein magnetischer Titanring um den unteren Anteil der Speiseröhre platziert, um den Verschlußapparat zwischen Magen und Speiseröhre zu unterstützen und einen bestehenden Reflux zu verbessern. Diese Form der Therapie findet am ehesten bei kleinen Zwerchfellbrüchen bzw. bei einer milden Ausprägung der Refluxerkrankung Anwendung. Allerdings gibt es noch keine wirklich überzeugenden Daten. Studien diesbzgl. laufen.

Wichtig bei der Refluxerkrankung ist eine gründliche Diagnosik sowie eine rasche, adäquate und  wirkungsvolle Therapie, um schwerere Schäden an der Speiseröhre selbst bzw. an den benachbarten Organen zu vermeiden.

Ich berate Sie sehr gerne über Therapieoptionen und erstelle ein auf Sie zugeschnittenes Konzept.

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Diagnose von Reflux

Veröffentlicht am 13. März 2014

Das Wichtigste ist eine genaue Erhebung des Krankheitsverlaufs inkl. des Ansprechens auf Medikamente (=Anamnese).

Die Gastroskopie ist sicherlich die erste und eine der wichtigsten Untersuchungen.

Sie wird unter Sedierung völlig schmerzfrei und ohne, dass der Patient etwas bemerkt vorgenommen. In der Gastroskopie wird der Zwölffingerdarm, der Magen und die Speiseröhre beurteilt, Gewebsproben entnommen und es wird die gesamte Untersuchung entweder foto- oder videodokumentiert. In meisten Fällen habe die Patienten, die unter Reflux leiden einen Zwerchfellbruch (=Hiatushernie) und eine Entzündung der Speiseröhre insbesondere kurz vor der Einmündung in den Magen. Wichtig ist, dass oft die Symptome nicht mit dem Ausmaß der Erkrankung korrelieren. Häufig stehen auch die Größe des Zwerchfellbruchs und der Grad der Speiseröhrenschädigung durch Reflux nicht direkt in Zusammenhang. Zur quantitativen Erfassung wird eine 24-Stunden Impedanzmessung vorgenommen. Hier wird nicht nur festgestellt, welche Substanzen zurückfließen (Säure, Galle), sondern auch wie aggressiv die Substanzen sind. Zusätzlich kann der Patient während der kontinuierlichen Aufzeichnung seine typischen Symptome durch Betätigen von Tasten festhalten. Somit kann genau erhoben werden, ob das jeweilige Symptom mit einem Reflux in Zusammenhang steht oder nicht. Die ist besonders bei atypischen Beschwerden und bei Schädigung von Nachbarorganen, wie Lunge und HNO Trakt wichtig.

Die Videokinematographie als funktionelle Untersuchung beantwortet die restlichen Fragen und hat ihre Stärke in der Beurteilung der Bewegung der Speiseröhre und auch der zeitgerechten Erschlaffung des unteren Verschlußapparts der Speiseröhre.

Eine Manometrie wird in vielen Fällen nur mehr bei Verdacht auf eine komplexe Bewegungsstörung der Speiseröhre oder bei Verdacht auch nicht gut schließenden Verschlußapparat zwischen Magen und Speiseröhre bei fehlender Hiatushernie vorgenommen. Zur Beantwortung spezieller Fragen, insbesondere die Wand der Speiseröhre betreffend gibt es eine Planimetrie. Weiterführende Untersuchungen wären auch die hoch auflösende Impedanzmanometrie.

Eine komplette Refluxabklärung benötigt in den meisten Fällen 1-2 Tage.

Bitte kontaktieren Sie mich für einen Besprechungstermin in meiner Ordination. Wie werden zusammen den Diagnose- und Therapieplan festlegen, damit Sie rasch Ihre Beschwerden loswerden.

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Was ist Reflux (GERD – gastroösophageale Refluxkrankheit)?

Veröffentlicht am 13. März 2014

Als Reflux bezeichnet man ein Zurückfließen von diversen Flüssigkeiten – in diesem Fall vom Magen in die Speiseröhre. Es gibt jedoch auch gasförmigen Reflux (Aufstossen). Unter Regurgitation versteht man Zurückfließen von teils festem oder häufiger flüssigem Mageninhalt in die Speiseröhre. Reflux ist eine völlig normale Sache, die bei jedem Gesunden während bzw. kurz nach dem Essen vorkommt. Anders ist es beim pathologischen Reflux. Dieser Reflux passiert öfters, ist aggressiver und geht weiter die Speiseröhre in Richtung Hals hinauf. Dadurch kommt zu zum Teil quälenden Beschwerden, zu einer Schädigung der Speiseröhre und möglicher Weise auch der benachbarten Organe. Das Ausmaß der Refluxerkrankung korreliert nicht immer mit den Symptomen des Betroffenen. Manchmal haben Patienten massive Symptome ohne objektiv fassbare Refluxerkrankung und umgekehrt. Auch die Art der Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Symptome können, müssen aber nicht vorhanden sein.

Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie unter Reflux leiden. Ich werde mit einer geeigneten Diagnostik und Therapie ihre Beschwerden in den Griff bekommen!

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