Schilddrüse

Schilddrüsenknoten, Knotenstruma, Kalter Knoten, (warmer) heißer Knoten

Auch in der Schilddrüse kann es zu evtl. sogar tastbaren Knoten kommen. Diese Knoten können je nach Lokalisation und Größe verschiedene Symptome verursachen: Druckgefühl, Schluckbeschwerden, Schmerzen oder können völlig asymtomatisch sein. Wichtig ist neben den morphologischen Eigenschaften, wie Größe, Lage und Echoverhalten durch Ultraschall auch das Speicherverhalten mit einer Szintigraphie zu erfassen.

Nach dem Speicherverhalten unterscheidet man kalte und heiße Knoten, wobei heiße Knoten Hormon eigenständig produzieren, ohne dem Regelkreislauf zu unterliegen, kalte Knoten keine Produktion, jedoch ein erhöhtes Entartungsrisiko (follikuläre Neoplasie) aufweisen.
Ein Großteil der Knoten hat aber ein völlig normales Speicherverhalten und unterscheidet sich szintigraphisch von der restlichen Schilddrüse nicht. In diesem Fall ist nur eine Ultraschallkontrolle in regelmäßigen Abständen vorzunehmen.

Falls sich jedoch ein Wachstum bei normalen Schilddrüsenwerten oder unter ausreichender Hormonsubstitution einstellt, ist eine Therapie empfohlen.

Therapieoptionen

Normalspeichernder Knoten:
Regelmäßige Verlaufskontrolle mit Ultraschall evtl. Szintigraphiekontrolle, Tumormarkerkontrolle (TG und Calzitonin). Bei normaler Stoffwechsellage evtl. und bei hypothyreoter Stoffwechsellage Hormonsubstitution. Operation nur bei Größenwachstum oder Beschwerden.

Kalter Knoten:
Verlaufskontrolle nur in Ausnahmefällen. Kalte Knoten sind auf Grund des erhöhten Entartungsrisikos fast immer eine Operationsindikation.

Heißer Knoten: unterliegt nicht dem Regelkreis und produziert selbstständig Hormon. Therapie mit Radiojodablation oder Operation.

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