Magen

Der Magen ist ein Teil des Verdauungstrakts. Die Nahrungsmittel, die gegessen werden, werden über die Speiseröhre weiter in den Magen transportiert. Im Magen wird die Nahrung mit Magensaft (hochkonzentrierte Salzsäure) und auch einem Eiweiß spaltenden Enzym Pepsin vermengt, der Nahrungsbrei auf Körpertemperatur gebracht, durchmengt und portionsweise an den Zwölffingerdarm und in weiterer Folge Dünndarm abgegeben.

Die Salzsäure im Magen hat nicht nur eine gewisse Verdauungsfunktion, sondern stellt einen wirksamen Schutz und eine Barriere gegen Viren, Bakterien und Pilze dar.

Gastritis

Symptomatik und Arten der Gastritis

Symptomatik und Arten der Gastritis

Die häufigste Erkrankung des Magens ist die Gastritis (Entzündung des Magens), die entweder akut mit heftigen Schmerzen im mittleren Oberbauch während oder kurz nach dem Essen oder chronisch auftreten kann. Zusätzlich kann es zu Übelkeit oder Erbrechen kommen. Folgende Formen werden unterschieden:

  • Typ A: atrophe (Autoimmun)Gastritis
  • Typ B: bakteriell, Helicobacter pylori
  • Typ C: chemisch durch bestimmte Medikamente wie NSAR (klass. Schmerzmedikation), Gallereflux aus dem Zwölffingerdarm (Duodenum)

Die Typ A Gastritis ist eher selten und es kommt zu Vitamin B12 Mangelzuständen und daraus resultierender Blutarmut (Anämie). Regelmäßige Gastroskopie- und Blutbildkontrollen und auch Substitution von Vitamin B12 sind sinnvoll. Ein erhöhtes Magenkrebsrisiko ist mit dieser Art von Gastritis vergesellschaftet.

Am häufigsten kommen Typ B (85%) und C Gastritiden (10%) vor. Eine Helicobakterinfektion soll nur dann therapiert werden, wenn gleichzeitig Beschwerden (Gastritis) bestehen. Ansonsten hat der Helicobakter auch zum Teil eine protektive Wirkung auf die Speiseröhre und soll die Inzidenz eines Speiseröhren Krebses senken. Die Durchseuchungsrate mit Helicobakter ist sehr hoch und es werden Zahlen bis zu knapp 90% der Bevölkerung angegeben. Somit ist auch das Risiko einer Ansteckung oder neuerlichen Infektion sehr hoch (Speichel, Stuhl).

Therapie

Therapie

Die Eradikationstherapie des Helicobakter mit einer 2-fach Antibiotikagabe unter Magenschutz mit einem Medikament, das die Ausschüttung der Magensäure drosselt (PPI) und somit eine Abheilen der Magenschleimhaut erleichtert ist in jedem Fall bei einer Helicobacter pylori positiven Gastritis, bei einem Magengeschwür und auch bei Magenkrebs indiziert. Es ist bekannt, daß eine Helicobacterinfektion die Entstehung von zumindest Magengeschwüren, aber auch Magenkarzinomen (Magenkrebs) begünstigt.

Gutartige Magentumore

Gutartige Magentumore sind meist hyperplastische Polypen oder Drüsenkörperzysten (Harmatome). Andere Tumore sind zwar existent, aber sehr selten.

Bösartige Erkrankungen des Magens

Ich berate Sie sehr gerne und führe im Bedarfsfall eine Magenspiegelung im Dämmerschlaf (Sedierung) zur Klärung Ihrer Beschwerden durch. Im Anschluß werden wir zusammen ein auf Sie maßgeschneidertes Therapiekonzept erstellen.