Schilddrüse

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zirkuliert zu wenig an (aktiven) Schilddrüsenhormonen im Blut und als Reaktion darauf  kommt es zu einer Erhöhung von TSH aus der Hirnanhangdrüse. Das TSH verursacht als Wachstumshormon für die Schilddrüse eine Vergrößerung derselben und damit kommt es indirekt zu einer höheren Konzentration von Schilddrüsenhormonen im Blut. Die Schilddrüse wird also größer, damit in der Summe ausreichend Schilddrüsenhormon für den Körper zur Verfügung steht.

Ursache einer Hypothyreose war in früheren Zeiten sehr häufig ein Jodmangel. Seit der Jodierung des Speisesalzes ist jedoch der Jodmangel zurückgegangen ist mittler Weile selten. Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion heutzutage ist eine chronische Autoimmunthyroiditis (Hashimotothyroiditis).

Aber auch nach Operationen an der Schilddrüse, nach einer Radiojodtherapie und durch einige Medikamente kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen. Ebenso kann bei vermehrten Bedarf an Schilddrüsenhormonen in der Schwangerschaft eine Hypothyreose auf treten.

Symptome einer Hypothyreose sind Gewichtszunahme, Haarausfall, eine Antriebsminderung mit depressiver Stimmungslage, Kälteintoleranz, Verstopfung und Muskelschwäche. Die Haut erscheint teigig und die Haare struppig. Übrigens ist eine latente Schilddrüsenunterfunktion eine häufige Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die Therapie der Schilddrüsenunterfunktion besteht in einer (lebenslangen) Substitution mit dem Hormonersatz L-Thyroxin.

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